Stiefelspanner und Schaftformer

Eigentlich geht der Sinn und Zweck von Stiefelspanner und Schaftformer heute über ihre eigentliche Bestimmung schon weit hinaus: Sie dienen nicht nur mehr der sichtbaren Pflege von Stiefel und Stiefeletten, sondern sind die einzig richtige Form der Aufbewahrung. Darüber hinaus verhelfen sie sämtlichen Schuhen, die bis über die Knöchel reichen, zu einer ungleich längeren Lebensdauer. Gerade Stiefel benötigen den meisten Platz im Schuhschrank und manchmal sind die einzelnen Regale auch noch viel zu niedrig.

Andere Wege der Aufbewahrung als hängend mit Hilfe von Stiefelspanner und Schaftformer können sich mit diesen nicht messen. Jegliche sonstige Unterbringung verhindert einem Schuh, der bis über die Knöchel reicht, den natürlichen Trocknungsprozess und lässt die Feuchtigkeit nach dem Tragen auf die Materialien einwirken. Wer noch nie Stiefelspanner oder Schaftformer verwendet hat, dem ist der Unterschied freilich weniger bewusst. Dennoch führt diese Art der Behandlung zu sichtbar ungepflegt wirkenden Ergebnissen und damit zu einem dementsprechenden schlechteren Gesamteindruck des Trägers. Bestimmt jeder aber kennt die Problematik rund um adäquate Aufbewahrungssysteme.

Problem von heute: Schuhschränke von gestern

Stiefelspanner

Stiefelspanner – © by-studio – Fotolia.com

Kaum im Bewusstsein befindet sich das Problem, dass die typischen Schuhschränke für Garderoben die durchschnittlichen Anforderungen der Haushalte schon lange nicht mehr erfüllen können. Praktisch verhält es sich so, dass nur die beliebtesten Schuhe ihr Plätzchen im kleinen „Schwitzkasten“ nach der Eingangstüre bekommen, die sperrigeren Stiefel aber in Truhen oder Schachteln „ausgelagert“ werden müssen oder überhaupt mehrmals pro Jahr eine kleine Säuberungsaktion stattfindet, wo saisonal eher unpassende Schuhwerke woanders untergebracht werden. Mit diesem Prozedere versetzt man auch den teuersten Schuhen einen kleinen, aber sicheren Todesstoß. Schon beinahe erleichtert über die gewonnenen räumlichen Kapazitäten entsorgt man dann unnötig schnell den Schuh oder Stiefel, der mittlerweile dem Antlitz eines chinesischen Faltenhunds ähnelt.

Alternativen zum Ausleben des vornehmlich weiblichen Sammlertriebs in Sachen Schuhe bieten sich in modernen Regalen, kleinere Modelle wie die Ausstattung in den neuen Schuhgeschäften, welche auch der optischen Darstellung sehr entgegen kommen. Offene, breite Regale, zumeist in Weiß, mit quadratförmigen „Stehplätzen“ pro Paar lassen den Schuhen Luft und sie werden auch anständig präsentiert.

Stiefkind Stiefel?

Gerade aber bei den Stiefeln fällt es einem normalen Haushalt schwer, sie entsprechend unterzubringen und dabei auch noch auf eine ausreichende Luftzufuhr zu achten. Hier sind die Stiefelspanner und Schaftformer die idealen Helfer, um nicht nur eine platzsparende, optisch ansprechende und vor allem pflegeorientierte Lösung zu bieten. Vergleicht man das aufgewendete Durchschnitts-Budget für Schuhe, so fällt die Anschaffung der Stiefelspanner nicht mehr ins Gewicht. Hier handelt es sich tatsächlich um Anschaffungen mit bleibendem Wert, die sich rasch amortisieren.

Was macht gute Stiefelspanner und Schaftformer aus?

Das Fuß- oder Beinstück verleiht Stabilität. Gefertigt wird dieses aus Holzarten wie etwa Buche oder Zedernholz, aber auch Kunststoff. Schaftformer bestehen immer aus zwei Teilen, die wie Schalen aussehen. Diese sind durch einen Keil miteinander verbunden und sorgen für die notwendige Spannung. Damit das Innenleben der Stiefel oder der Stiefeletten in der Luftzirkulation verbleiben kann, steht während der Anwendung kein einfallender Schaft mehr dagegen. Eigentlich sollte im guten Schuhhandel der Kunde darüber aufgeklärt werden, wie er insbesondere seine teurere, neue Errungenschaft länger am Leben erhalten kann. Doch Eigeninformation ist leider meistens nötig, um wirtschaftlich wünschenswerte Zwecke für sich selber zu erreichen.